In diesen Tagen begeht man den 200. Geburtstag eines der Grossen der Musikgeschichte. Richard Wagner wird gefeiert. Nur zu gerne lässt man sich von seiner Musik berauschen: ein Genie, nichts weniger. Ein Genie, leider, das uns einen Stachel ins Fleisch treibt. Wagner war ein notorischer Antisemit. Blättert man in seiner Schmähschrift „Das Judenthum in der Musik“, mit der er sich ein Leben lang gebrüstet hat, kann es einem schlecht werden. Kein Zweifel: Das Genie Wagner ist als Mensch mit derartigen Überzeugungen verachtenswert. Den Zwiespalt, Musik zu geniessen, die ein Verachtenswerter komponiert hat, wird man nicht los. Ein ethisch-ästhetisches, ein unlösbares Problem: weder kann man Wagners Antisemitismus kleinreden oder verzeihen, noch liesse sich beweisen, dass dieser Dreck seine Musik vergiften würde. Wie gehen die Regisseure seiner Opern mit dem Konflikt um? Der eine, Burkhard C. Kosminski in Düsseldorf, macht aus Tannhäuser einen Nazi, der Juden erschiesst. Eine Provokation von seltener Einfältigkeit. Sie hat ein paar Besucher buchstäblich krank gemacht und den Intendanten des Theaters dazu bewogen, die Aufführung abzusetzen. Der andere, Hans Neuenfels, der in Zürich eine Aufführung über das Leben des Komponisten inszeniert, kennt das Dilemma, wenn er in einem Interview von dem „grässlichen Etwas“, vom „verbrecherischen Punkt“ in Wagners Biografie spricht - und dann meint, Wagner mit den Nazis gleichzusetzen sei für ihn „absolut indiskutabel“. (Christoph Kuhn)
Damals, an einem 1. Oktober:
„Der Bund“ erscheint - Die AHV wird eingeführt – Farbfernsehen in der Schweiz
Es geschah an einem 1. Oktober
331 v. Chr.: Ende des Perserreichs. Alexander der Grosse besiegt den persischen Herrscher.
1684: Tod von Pierre Corneille, französischer Dramatiker.
1850: In Bern erscheint erstmals Der Bund.
1860: Guiseppe Garibaldi und seine Rothemden besiegen das Herr des Königreichs Neapel.
1910: Bombenattentat auf die Redaktion der Los Angeles Times. 21 Menschen sterben.
1924: Geburt von Jimmy Carter, 39. Präsident der USA, Friedensnobelpreisträger des Jahres 2002.
1940: Geburt von Fredi Murer, Schweizer Filmemacher.
1942: Geburt von Günter Wallraff, Journalist, Autor.
1948: In der Schweiz wird die AHV eingeführt.
1949: Mao ruft die Volksrepublik China aus.
1956: Erste Ausstrahlung der ARD-Tagesschau.
1957: Contergan kommt auf den Markt.
1958: Elvis Presley beginnt seinen Militärdienst in der Bundesrepublik.
1959: Tod von Emil Hegetschweiler, Schweizer Schauspieler.
1960: Grossbritannien entlässt Nigeria in die Unabhängigkeit.
1968: In der Schweiz wird das Farbfernsehen eingeführt.
1977: In Bern werden Unterschriften gegen die Einführung der Sommerzeit eingereicht. Sie wird in der Volksabstimmung im Mai 1978 deutlich abgelehnt.
1982: Helmut Kohl wird Bundeskanzler und löst Helmut Schmidt ab.
1985: Israel bombardiert das PLO-Hauptquartier in Tunis.
1992: Tod von Petra Kelly und Gert Bastian.
1999: Beginn des zweiten Tschetschenienkrieges.
2005: Sprengstoffanschläge auf Bali. 26 Menschen sterben.
2009: Auf Sumatra ereignet sich ein Erdbeben mit einer Stärke von 6,6. Tausend Menschen sterben.
2010: Der deutsche Journalist Oswalt Kolle stirbt 81-jährig. Kolle war mit Filmen wie «Das Wunder der Liebe» oder «Deine Frau, das unbekannte Wesen» berühmt geworden.
2010: Der Nationalrat sagt Nein zur 11. AHV-Revision. Sie hätte eine Erhöhung des Rentenalters für Frauen gebracht.























