In diesen Tagen begeht man den 200. Geburtstag eines der Grossen der Musikgeschichte. Richard Wagner wird gefeiert. Nur zu gerne lässt man sich von seiner Musik berauschen: ein Genie, nichts weniger. Ein Genie, leider, das uns einen Stachel ins Fleisch treibt. Wagner war ein notorischer Antisemit. Blättert man in seiner Schmähschrift „Das Judenthum in der Musik“, mit der er sich ein Leben lang gebrüstet hat, kann es einem schlecht werden. Kein Zweifel: Das Genie Wagner ist als Mensch mit derartigen Überzeugungen verachtenswert. Den Zwiespalt, Musik zu geniessen, die ein Verachtenswerter komponiert hat, wird man nicht los. Ein ethisch-ästhetisches, ein unlösbares Problem: weder kann man Wagners Antisemitismus kleinreden oder verzeihen, noch liesse sich beweisen, dass dieser Dreck seine Musik vergiften würde. Wie gehen die Regisseure seiner Opern mit dem Konflikt um? Der eine, Burkhard C. Kosminski in Düsseldorf, macht aus Tannhäuser einen Nazi, der Juden erschiesst. Eine Provokation von seltener Einfältigkeit. Sie hat ein paar Besucher buchstäblich krank gemacht und den Intendanten des Theaters dazu bewogen, die Aufführung abzusetzen. Der andere, Hans Neuenfels, der in Zürich eine Aufführung über das Leben des Komponisten inszeniert, kennt das Dilemma, wenn er in einem Interview von dem „grässlichen Etwas“, vom „verbrecherischen Punkt“ in Wagners Biografie spricht - und dann meint, Wagner mit den Nazis gleichzusetzen sei für ihn „absolut indiskutabel“. (Christoph Kuhn)
Damals, am 25. September:
Einweihung des Berner Stadttheaters - die "Tat" wird nach 39 Jahren eingestellt
Es geschah an einem 25. September
1493: Kolumbus startet in Cadiz zu seiner zweiten Reise.
1599: Geburt von Francesco Borromini, Tessiner Architekt, geboren in Bissone. Gestorben am 2. August 1667 in Rom.
1799: Zweite Schlacht von Zürich. Ein französisches Heer und General Masséna besiegt österreichisch-russische Koalitionstruppen. Insgesamt 10'000 Soldante sterben.
1894: In Berlin wird Gerhard Hauptsmanns Die Weber uraufgeführt.
1897: Geburt von William Faulkner, amerikanischer Nobelpreisträger für Literatur, Preisverleihung 1950.
1903: In Bern wird das Stadttheater eingeweiht.
1911: Der französische Panzerkreuzer Liberté explodiert im Hafen von Toulon. 204 Menschen sterben.
1950: Im Korea-Krieg erobern UNO-Truppen die südkoreanische Hauptstadt Seoul.
1951: Geburt von Pedro Almodovar, spanischer Regisseur.
1955: Geburt von Zucchero, italienischer Sänger.
1963: In der Dominikanischen Republik wird Präsident Juan Bosch gestürzt.
1964: Geburt von Carlos Luis Zafon, spanischer Schriftsteller.
1969: Tod von Paul Scherrer, Schweizer Physiker.
1978: Nach 39 Jahren stellt die der Mirgros nahestehende Tageszeitung „Tat“ ihr Erscheinen ein. Zuvor war die Redaktion in einen Streik getreten. Die Streikenden wurden entlassen.
1991: Tod von Klaus Barbier, der Schlächter von Lyon.
2001: Präsident Putin spricht vor dem deutschen Bundestag Deutsch.
2010: In Grossbritannien löst Ed Miliband Gordon Brown als Parteichef der Labour Party ab.
2011: Tod von Wangari Maathai, Kenianerin, Friedensnobelpreisträgerin des Jahres 2004.
2011: Zum Abschluss seiner viertägigen Deutschland-Reise feiert Papst Benedikt XVI. mit rund 100'000 Gläubigen eine Messe auf dem Flugplatz von Freiburg in Breisgau.
























