Nach dem Sturz des Ghadhafi-Regimes
01. Mai 2013, 20:13, Arnold Hottinger
Wie lange kann die jetzige „gutartige Anarchie“ andauern?
Von Arnold Hottinger
Die libysche Regierung ringt noch immer darum, der bewaffneten Gruppen im Lande Herr zu werden. Die jüngsten Übergriffe der Kämpfer gegen Ministerien in Tripolis sind Versuche, ihrerseits auf die Regierung
Druck auszuüben.(Mehr...)
19. September 2012, 08:56, Helmut Scheben
Schon wieder „clash of civilizations“?
Von Helmut Scheben
Ein einziges Hass-Video bringt die Welt aus den Fugen. Ist es so einfach? Vermutlich nicht. Zumindest im Fall Libyen ergibt die Faktenlage ein anderes Bild.(Mehr...)
12. August 2012, 15:32, Kommentar 21
Die militärische Einmischung aus "humanitären Gründen", eine umstrittene Ergänzung des Völkerrechts, ist eine französische Erfindung. Die mediale Einmischung in die französische Aussenpolitik aus Ranküne ist eine persönliche Erfindung des im Mai gegen den Sozialisten Hollande unterlegenen Präsidenten Sarkozy. In einem Telefongespräch mit dem syrischen Oppositionsführer Sayda forderte Sarkozy eine "rasche Aktion der internationalen Gemeinschaft gegen die Massaker". Und er stellte eine "grosse Ähnlichkeit mit Libyen" (im letzten Jahr) fest. Das war eine indirekte, aber klare Kritik an Hollande. Hollandes Aussenminister Fabius und ein ehemaliger Minister der eigenen Partei von Sarkozy mussten dem pensionierten Präsidenten (der hoch und heilig seine Abkehr von der Politik versprochen hatte) erklären, dass die dramatische Lage in Syrien von heute nicht mit der dramatischen Lage in Libyen von gestern verglichen werden kann. Und dass die internationale Situation komplizierter sei: Wahlkampf in Amerika, neue explosive Situation im Nahen Osten mit den Anrainern Türkei, Iran und Israel. Die vom Sicherheitsrat sanktionierte Nato-Intervention in Libyen, die von Sarkozy und dem britischen Premier Cameron notwendigerweise extensiv ausgelegt worden war, führte zur skandalösen Blockade Russlands und Chinas im Sicherheitsrat. Aber auch zu einer de-facto-Diktatur islamistischer Barbaren im Norden von Mali. Auch da wäre eine Intervention nötig. Aber Interventionen - siehe auch Afghanistan - haben ihre ungewollten Folgen. (Ulrich Meister, Paris)
13. Juli 2012, 21:14, Arnold Hottinger
Aufruf zu einer grossen Koalition
Von Arnold Hottinger
Die Wahlen in Libyen sind nicht so verlaufen, wie es ausländische Beobachter vorausgesagt haben. Diese hatten aufgrund der Wahlresultate in Tunesien und Ägypten einen Wahlsieg der islamisch orientierten Parteien erwartet. Doch in Libyen ist es Mahmoud Jibril, der einen überragenden Wahlsieg erzielt.(Mehr...)
04. Juli 2012, 08:05, Arnold Hottinger
Milizen und der "National Transitory Council" wirken zusammen
Von Arnold Hottinger
Libyen ist nach wie vor innerlich zerrissen, aber der Weg zu Wahlen ist geebnet. Sie sollen dem Land die ersehnte Stabilität bringen.(Mehr...)
06. Mai 2012, 09:28, Arnold Hottinger
Erhebung, Umsturz, Neuaufbau
Von Arnold Hottinger
Die arabische Revolution ist nun schon anderthalb Jahre alt. Sie wird
noch ein paar Jahre älter werden, bevor man ihren Verlauf endgültig
abschätzen kann.(Mehr...)
06. Mai 2012, 08:44, Christian Campiche
... abordés de manière inédite sur le «plateau» d’un journal en ligne parisien
Par Christian Campiche, La Méduse
Diffusé à la manière d’une émission télévisée, un débat consacré à la Libye sur le site d’investigation « Mediapart » adoube une nouvelle approche de l’information citoyenne.(Mehr...)
30. November 2011, 06:18, Arnold Hottinger
Die holprigen Wege in Richtung Demokratie
Von Arnold Hottinger
Die erhoffte arabische Demokratie kommt nicht mit einem magischen Schlag auf die Welt. Sie beginnt vielmehr in zaghaften Schritten. Doch sie beginnt.(Mehr...)
21. November 2011, 07:00, Heiner Hug
Ein „Le Monde“-Interview schockiert Libyen und Frankreich
Von Heiner Hug
Als sie 15 Jahre alt war, wurde sie von Muammar Ghadhafi gekidnappt. Sie war fünf Jahre lang seine „Sex-Sklavin“. In einem „Le Monde“-Interview zeichnet sie ein erschreckendes Bild des libyschen Ex-Diktators.(Mehr...)
11. November 2011, 22:26, Heiner Hug
640 Seiten des französischen Philosophen Bernard-Henri Lévy über "sein" libysche Revolution
Von Hans Woller, Paris
BHL, Frankreichs medienträchtiger Schriftsteller und Philosoph, hat
im Libyenkonflikt hinter und vor den Kulissen eine Rolle gespielt, von der er schon seit Jahrzehnten träumte: als engagierter Intellektueller ein Stück Geschichte zu schreiben oder zumindest mitzuschreiben. Diese Woche erscheint Lévys Libyenabenteuer, wie nicht anders zu erwarten, auch in Buchform - 640 Seiten stark unter dem Titel: "La guerre sans l'aimer"(Mehr...)
22. Oktober 2011, 20:00, Arnold Hottinger
Abdel Hakim Belhadj - ein schillernde Figur im neuen Libyen
Von Arnold Hottinger
Er hat in Afghanistan gekämpft, in Libyen eine islamistische
Kampfgruppe gegen Ghadhafi angeführt, bei den Taleban Zuflucht
gefunden. Dann ist er von den Amerikanern und Engländern gefangen,
gefoltert und nach Libyen ausgeliefert worden. Sechs Jahre Folter und
Einzelhaft, Amnestie, siegreicher Kriegskommandant gegen Ghadhafi -
eine künftige Führungsfigur im neuen Libyen?(Mehr...)
05. Oktober 2011, 06:30, Helmut Scheben
Eine kleine Mythologie zum Thema Libyen
Von Helmut Scheben
Die alten Polit-Mythen sind plözlich wieder da: hundertmal als gefährlich und falsch entlarvt, sind sie gleichwohl unzerstörbar. Sie sind stärker als jede Vernunft. Und sie waren stets probate Mittel, um Gründe für einen Angriffs-Krieg zu finden, - sei es in Afghanistan, im Irak oder in Libyen.(Mehr...)
Arabische Umbrüche - erste Runde
31. August 2011, 11:01, Arnold Hottinger
Mit dem (wohl definitiven) Sturz Ghadhafis lautet das vorläufig Resultat 3:2
Von Arnold Hottinger
In drei arabischen Staaten ist es bisher gelungen, die Machthaber abzusetzen, die versucht hatten, sich mit Gewalt gegen die eigene Bevölkerung an der Macht festzukrallen: Tunesien, Ägypten und nun auch bald Libyen. In zwei Staaten gehen die Machtkämpfe blutig weiter, die alten Machthaber konnten noch nicht entfernt werden: Jemen und Syrien.(Mehr...)
25. August 2011, 08:32, Arnold Hottinger
Ohne sein definitives Ende kann die Zukunft nicht beginnen
Von Arnold Hottinger
Die Freude über die Siege der Rebellen ist gross. Aber wo steckt Ghadhafi? Solange er nicht festgesetzt oder getötet worden ist, wird das Land nicht zur Ruhe kommen.(Mehr...)
24. August 2011, 07:34, Journal21
Was bedeutet der Sturz Ghaddafis für die arabische Revolution?
Von Arnold Hottinger
Wird des Ende des libyschen Regimes einen weiteren Domino Effekt für die arabische Revolution auslösen? - Es dürfte sie intensivieren, jedoch nirgends wirklich verändern.(Mehr...)
16. August 2011, 13:43, Arnold Hottinger
Versuch einer Zangenbewegung gegen Tripolis
Von Arnold Hottinger
Die libyschen Kämpfer in Benghazi scheinen nur im Schneckentempo voranzukommen. Die Küstenstadt Brega ist seit Wochen umkämpft. Doch im Westen Libyens sind die Fronten in Bewegung geraten. Dort finden Kämpfe statt, die möglicherweise schon bald über das Schicksal von Tripolis entscheiden könnten.(Mehr...)
21. Juni 2011, 07:40, Helmut Scheben
Zweifel an den Massenvergewaltigungen in Libyen
Von Helmut Scheben
Die amerikanische Aussenministerin Hillary Clinton hat erklärt, sie sei äusserst beunruhigt darüber, dass die Truppen des libyschen Machthabers Gaddafi systematisch Frauen vergewaltigten.(Mehr...)
Information oder psychologische Kriegsführung:
10. Juni 2011, 15:27, Pierre Simonitsch
Unklarheit über die Quellen und Ungereimtheiten in den Berichten über „Massenvergewaltigungen“ in Libyen belasten die Glaubwürdigkeit dieser Berichte
Von Pierre Simonitsch, Genf
Der Wahrheitsgehalt von Nachrichten, wonach der libysche Machthaber
Muammar Ghaddafi seine Soldaten zu Massenvergewaltigungen angestiftet
hat, wird von namhaften Fachleuten stark angezweifelt. Auf Einer
Pressekonferenz in Genf bezeichnete der Vorsitzende eines
Untersuchungsteams des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen,
Mahmud Cherif Bassiouni, die Vorwürfe als „Ausdruck einer
Massenhysterie“ in der „so verletzlich gewordenen libyschen
Gesellschaft“. Sein Team habe die gleiche Geschichte vor Ort sowohl in
den von der Regierung kontrollierten Landesteilen wie auch in den
Rebellengebieten zu hören bekommen – wobei jeweils die Gegenseite
beschuldigt wurde.(Mehr...)
12. Mai 2011, 07:34, Pierre Simonitsch
Der Generalsekretär startet zwischen vielen Stühlen
Von Pierre Simonitsch, Genf
UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Genf einen "sofortigen und überprüfbaren Waffenstillstand" in Libyen gefordert.(Mehr...)
Waffenstillstand oder Sturz Ghadhafis als Priorität?
20. April 2011, 20:44, Pierre Simonitsch
Andauernde Kämpfe erschweren Hilfe für die Zivilbevölkerung
Von Pierre Simonitsch, Genf
Der am vergangenen Wochenende zwischen den Vereinten Nationen und dem
Ghadhafi-Regime vereinbarte „humanitäre Präsenz“ internationaler
Organisationen in Libyen bleibt vorerst toter Buchstabe. Auf einer
Pressekonferenz in Genf berichteten die Hilfswerke von andauernden
Kämpfen, die ihnen die Lieferung und Verteilung von Lebensmitteln und
Medikamenten an die Zivilbevölkerung erschweren. Uno-Generalsekretär
Ban Ki Moon hat daher einen Waffenstillstand zur höchsten Priorität
erklärt.(Mehr...)
15. April 2011, 05:46, Arnold Hottinger
Arnold Hottinger – Vortrag am 15. April in der Universität Zürich. Ein Résumé.
Arnold Hottinger, Nahost-Experte und „Journal 21“-Autor hielt am Freitag, 15. April, an der Universität Zürich einen Vortrag über „Die arabische Revolution“. Wir publizieren hier eine Zusammenfassung seines Textes.(Mehr...)
13. April 2011, 09:45, Arnold Hottinger
Wenn Ghadhafi überlebt, hat das Auswirkungen auf die gesamte arabische Revolution
Von Arnold Hottinger.
Die Revolution in Libyen ist zu einem Bürgerkrieg ausgeartet.(Mehr...)
09. April 2011, 09:56, Pierre Simonitsch
Droht ein neuer Imperialismus?
Von Pierre Simonitsch, Genf
Bei den Vereinten Nationen rumort es. Mehrere Mitglieder des
Weltsicherheitsrats befürchten, dass die Militäreinsätze in Libyen und in der Elfenbeinküste aus dem Ruder laufen.(Mehr...)
Waffen für die libyschen Rebellen
31. März 2011, 09:37, Journal21
Was bedeutet die UNO-Resolution 1973 wirklich?
Von Pierre Simonitsch, Genf
Weil der Sturz des libyschen Machthabers Muammar Gaddafi auf sich warten lässt,
erwägen die massgeblichen Staaten jetzt die Ausrüstung der Rebellen
mit schweren Angriffswaffen. Das Thema beherrscht die Gespräche in den
Wandelgängen des Weltsicherheitsrats. Eigentlich steht ganz Libyen
unter einem Waffenembargo, doch einige Mächte haben in der jüngsten
Libyen-Resolution der UNO eine angebliche „Flexibilität“ entdeckt.(Mehr...)
30. März 2011, 13:12, Ignaz Staub
Der US-Präsident präzisiert seine Politik gegenüber Libyen
Von Ignaz Staub
In einer Rede an die Nation hat Barack Obama diese Woche erklärt, weshalb sich die USA in Libyen militärisch engagieren. Zwar dienten die Angriffe auf die Truppen Muammar al-Ghadhafis nicht dem Schutz der nationalen Sicherheit. Doch gehe es darum, zusammen mit Alliierten ein Massaker an der Zivilbevölkerung zu vermeiden. Doch wie schwer wiegt diese Doktrin in Ländern wie Bahrain, dem Jemen oder Syrien?(Mehr...)
30. März 2011, 08:08, Arnold Hottinger
Der Westen muss einen Bürgerkrieg vermeiden
Von Arnold Hottinger
Offiziell ist das Ziel des Eingriffes der Nato-Luftstreitkräfte in
Libyen nicht "Regime Change", das heisst nicht die Absetzung
Ghaddafis, sondern nur der Schutz der libyschen Zivilisten vor Gewalt seitens der Streitkräfte Ghadhafis.(Mehr...)
24. März 2011, 09:24, Peter Achten
Scharfe chinesische Kritik am westlichen Vorgehen in Libyen
Von Peter Achten, Peking
Die Reaktionen in Peking auf die kriegerischen Ereignisse in Libyen sind klar. Sprecher des Aussenministeriums wiederholten in den letzten Tagen verschiedentlich den chinesischen Standpunkt. „Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territoriale Integrität“ seien auch im jetzigen Konflikt die Eckwerte, an die sich die internationale Gemeinschaft halten müsse, doch „die von einigen Ländern ergriffenen militärischen Aktionen fordern zivile Opfer“. Über die zivilen Opfer durch die Angriffe der Ghadhafi-Verbände schweigen die Sprecher des Aussenministeriums. Chinas Medien laufen unterdessen Sturm und kritisieren hart das Vorgehen des Westens.(Mehr...)
23. März 2011, 07:47, René Zeyer
Eigentlich läuft's doch wie geschmiert
Von René Zeyer
Nehmen wir einmal an, dass die Koalition der Willigen in Wirklichkeit aus Total (Frankreich), ENI (Italien), CNPC (China), BP (England), ExxonMobile, Chevron, Occidental Petroleum, Conoco Phillips, Hess Corporation (alle USA) und REPSOL (Spanien) besteht. Was wäre damit gewonnen? Ein besseres Verständnis des libyschen Schlamassels.(Mehr...)
Allons enfants, etc. [27]
22. März 2011, 07:00, Hans Woller
Die wöchentliche Frankreich-Kolumne
Von Hans Woller, Paris
Innerhalb einer einzigen Woche scheint Frankreichs Diplomatie aus Ruinen wieder auferstanden zu sein. Als die Völker in Tunesien und Ägypten auf die Barrikaden gingen und ihre autokratischen Herrscher in die Wüste schickten, schaute Frankreichs Regierung noch reichlich betreten auf seine Schuhspitzen und schwieg geräuschvoll, so als käme ihr das demokratische Erwachen in diesen Ländern ungelegen. Nun aber haben Präsident Sarkozy und sein neuer Aussenminister, Alain Juppé, innerhalb von wenigen Tagen die UNO-Resolution 1973 und einen internationalen Militäreinsatz gegen Ghadhafi durchgeboxt. Man reibt sich die Augen.(Mehr...)
21. März 2011, 13:18, Reinhard Meier
Japans AKW-Katastrophe – auch ein Tummelfeld für ideologische Rechthaber
Von Reinhard Meier
Bundeskanzlerin Merkel und der schweizerische FDP-Präsident Pelli haben angesichts des AKW-Horrors in Japan ihre Positionen zur zivilen Atomenergie revidiert – ohne sich definitiv auf einen Ausstieg festzulegen. Das scheint bei einer Katastrophen-Kaskade, die sich kaum jemand vorstellen konnte, realistisch. Doch die Kritiker wollen nur wahltaktische Manöver erkennen. Auch beim Thema Libyen haben sich manche Urteile als vorschnell entpuppt.(Mehr...)